MDR Kosten 2026: Preise und Kostenfaktoren im Überblick
„Was kostet MDR?" ist die häufigste Frage – und die am schwersten pauschal zu beantworten. Managed Detection & Response ist kein Standardprodukt von der Stange, sondern eine laufende Dienstleistung, deren Preis von mehreren Faktoren abhängt. Wer Angebote vergleichen will, sollte deshalb weniger auf eine einzelne Zahl achten als darauf, welche Leistung dahintersteht. Dieser Artikel erklärt die gängigen Preismodelle, die wesentlichen Kostentreiber und wie sich MDR im Vergleich zu einem eigenen Security Operations Center rechnet.
Die gängigen Preismodelle
In der Praxis dominieren drei Abrechnungslogiken. Beim Preis pro Endpoint/Asset zahlen Unternehmen einen monatlichen Betrag je überwachtem Gerät – transparent und gut skalierbar, besonders für KMU verbreitet. Beim Preis pro Nutzer richtet sich die Gebühr nach der Mitarbeiterzahl. Beim Datenvolumen-Modell (häufig bei SIEM-lastigen Lösungen) bemisst sich der Preis am Volumen der ausgewerteten Log-Daten – hier ist Vorsicht geboten, da Kosten mit dem Wachstum stark steigen können. Viele Anbieter kombinieren eine monatliche Grundgebühr mit nutzungsabhängigen Komponenten.
Was den Preis bestimmt
Entscheidend für die Kosten sind vor allem: die Anzahl und Art der überwachten Systeme (Endpoints, Server, Cloud, Mobilgeräte), der Leistungsumfang (reines Monitoring vs. aktive Reaktion und Eindämmung), die Betriebszeit (Geschäftszeiten vs. echtes 24/7), die Reaktionsgeschwindigkeit (zugesicherte Reaktionszeiten in den SLAs) und der Grad der Incident-Response-Unterstützung im Ernstfall. Ein scheinbar günstiges Angebot, das nur Alarme weiterleitet, aber keine Reaktion beinhaltet, ist im Schadensfall teuer – die eigentliche Arbeit bleibt dann beim Unternehmen.
MDR vs. eigenes SOC: die ehrliche Rechnung
Der häufigste Vergleich ist der mit einem eigenen Security Operations Center. Ein eigenes SOC erfordert für einen echten 24/7-Betrieb mehrere qualifizierte Analysten im Schichtbetrieb – allein die Personalkosten dafür übersteigen für die meisten KMU schnell sechsstellige Jahresbeträge, hinzu kommen Tools, Lizenzen und der schwierige Arbeitsmarkt für Security-Fachkräfte. Genau deshalb ist MDR für den Mittelstand fast immer die wirtschaftlichere Option: Die Kosten für Personal, Technologie und 24/7-Bereitschaft werden über viele Kunden geteilt. Die relevante Frage ist daher selten „MDR oder nichts", sondern „MDR oder ein eigenes Team, das man sich realistisch nicht leisten kann".
Mehr zum detaillierten Kostenvergleich finden Sie in unserem Artikel SOC-as-a-Service vs. eigenes SOC.
Worauf Sie bei Angeboten achten sollten
Vergleichen Sie nicht den Monatspreis, sondern den Leistungsumfang: Ist echte Reaktion enthalten oder nur Benachrichtigung? Gilt 24/7 oder nur zu Geschäftszeiten? Welche Reaktionszeiten sind vertraglich zugesichert? Sind Onboarding und Incident-Response-Stunden inklusive? Gibt es versteckte Kosten beim Datenvolumen? Erst diese Punkte machen Angebote vergleichbar.
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Häufige Fragen
Was kostet MDR für ein KMU ungefähr?
Das hängt stark von Systemzahl und Leistungsumfang ab. Üblich sind monatliche Modelle pro Endpoint oder Nutzer; ein belastbarer Preis ergibt sich erst nach einer kurzen Bestandsaufnahme.
Ist MDR günstiger als ein eigenes SOC?
Für die meisten KMU ja – ein eigenes 24/7-SOC erfordert mehrere Vollzeit-Analysten und ist dadurch deutlich teurer.
Was darf bei einem MDR-Angebot nicht fehlen?
24/7-Überwachung, aktive Reaktion (nicht nur Alarme), klare SLAs mit Reaktionszeiten und Incident-Response-Unterstützung.
Gibt es versteckte Kosten bei MDR?
Bei datenvolumenbasierten Modellen ja. Festpreismodelle pro Endpoint oder Nutzer sind transparenter und besser planbar.
Wie lange dauert das Onboarding?
Je nach Umgebung zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen. Wichtig ist eine saubere Integration in bestehende Systeme und klare Eskalationswege.
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